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Forschungsschwerpunkte Lebensmittelmikrobiologie
Im Fokus unserer derzeitigen Forschungsaktivitäten stehen die gram positiven opportunistische Pathogene Bacillus cereus und Staphylococcus aureus, welche auch als Mastitiserreger im veterinärmedizischen Bereich Schäden verursachen. Trotz Mastitisbekämpfungsprogramme stellt S. aureus nach wie vor einen der bedeutendsten Mastitiserreger dar.
Die genaue Erfassung von Daten bezüglich Lebensmittelvergiftungen, die durch B. cereus oder S. aureus verursacht wurden, ist sehr schwierig, da beide Erreger hitzestabile Toxine produzieren, die ähnliche Erkrankungen (Leitsymptom: Emesis) hervorrufen.
Bis vor kurzem war kein molekularer Nachweis emetischer B. cereus
Stämme möglich. Erst durch die Identifikation der Gene, welche für die nicht-ribosomale Synthese des emetischen Toxins Cereulid verantwortlich sind (Ehling-Schulz et al., AEM. 2005) konnten die ersten schneller, routinetauglicher Nachweissysteme zur Unterscheidung von emetische B. cereus und S. aureus entwickelt werden (Fricker et al., AEM 2007). Diese genetische Information bilden den Ausgangspunkt für eine detaillierte Analyse der Cereulidsynthese (Ehling-Schulz et al., BMC 2006; Lücking et al., Microbiology, 2009).
Einen weiteren Forschungsschwerpunkt unserer Arbeitsgruppe bilden Populationsstudien entlang der Lebensmittelproduktionskette vom Tier zum fertigen Produkt. Für letzteren Forschungsbereich setzen wir die FTIR- Spektroskopie ein, die eine schnelle Klassifizierung und Identifizierung von Mikroorganismen sowohl auf Speziesebene, als auch auf Subspeziesebene ermöglich. Darüber hinaus kommt die FTIR- Spektroskopie, in Ergänzung zu proteombasierten Untersuchungen, zur metabolischen Charakterisierung von Einzelorganismen zur Anwendung.

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