Vesicular stomatitis virus (VSV), Stomatitis vesikularis, Sore mouth of cattle and horses
ist einer der Hauptvertreter der Rhabdoviren/Vesikuloviren. Unter den 7 Serotypen stellen die Stämme "Indiana" und "New Jersey" die Haupttypen dar.
VSV findet sich bei vielen Säugern und Arthropoden (Mosquitos, Sandfliegen....), wobei deren Rolle als Überträger nicht geklärt ist. Arthropoden stecken sich zumindest bei virämischen Tieren an.
Diese Erkrankung ist der MKS sehr ähnlich, klinisch nicht zu unterscheiden und anzeigepflichtig.
Epidemiologie
Kontaktinfektion (Speichel) oder indirekt durch Küchenabfälle.
Virusreservoir sind Wildwiederkäuer, Wildschweine und Waschbären.
Erkrankungen treten bei Rindern und Pferden, selten auch beim Menschen auf.
Verbreitung des Virus hauptsächlich in Süd- und Mittelamerika, selten auch in den USA.
Klinik
Inkubationszeit: 24 Stunden
Symptome: Fieber, Inappetenz; Bildung primärer Vesikel auf Maulschleimhaut und Zunge; nach 3-4 Tagen Virämie und Verschleppung durch Monozyten im Organismus. Hierauf Läsionen am Euter und dem Kronsaum der Hufe bzw. Klauen (ähnlich MKS); nur wenige Tiere sterben daran.
Der Mensch zeigt Symptome von Influenza mit Fieber, Pharyngitis, ebenfalls Schleimhautläsionen (ähnlich Herpes) und allgemeiner Niedergeschlagenheit. Nach ein paar Tagen ist er dann wieder fit. Erkrankung primär berufsbedingt.
Immunität
Tiere sind nach einer Infektion für ca. 6 - 12 Monate gegen den gleichen Serotyp geschützt.
Diagnose
Virusisolation aus Vesikelflüssigkeit
Serologie: NT
Behandlung
Keine
Anzeigepflichtig