Adeno-, Herpes-, Poxviren
a.) Replikation im Zellkern (Adeno, Papova, Herpes)
Die Replikation geschieht in aufeinanderfolgenden Abschnitten, die durch verschiedene Promotoren und Regulatoren gesteuert werden.
b.) Replikation im Zytoplasma (Pockenviren)
Generelles Replikationsschema
Nach der Anlagerung und Fusion der Virionen mit der Zellmembran und Freisetzung der core's
werden die ersten mRNA's transkribiert (primäre Transkription) und frühe Proteine gebildet,
danach wird die DNA entweder im Kern oder Zytoplasma repliziert.
Die Replikation der viralen DNA läuft ähnlich der somatischen ab.
Die DNA kann in linearer Form mit Hilfe von RNA Primern repliziert werden.
| Ein Beispiel für ein Virus, das RNA-Primer verwendet
um ein DNA-Genom zu replizieren, ist T7 phage. |
Dabei entstehen 3' einzelsträngige Überhänge durch den Wegfall des linken und des rechten Primers.
Diese Lücken können durch Concatemer-Bildung gefüllt werden .
Alternativ bietet es sich an, die DNA in linearer Form mit Hilfe von Protein-Primern zu replizieren.
| Adenovirus
ist ein Beispiel für die Replikation mit Hilfe von
Protein-Primern, jedoch werden bei der Replikation von adenoviraler DNA Okazaki-Fragmente nicht benötigt!! |
Die DNA kann auch als Ring repliziert werden. Dabei ergeben
sich zwei mögliche Wege:
Der bidirektionale
| Papovaviren
sind ein Beispiel für die bidirektionale Replikation
mit Hilfe von Okazaki-Fragmenten. |
und der rolling circle
| Herpesviren
sind ein Beispiel für die rolling circle-Replikation
mit Hilfe von Okazaki-Fragmenten. |
Die Bildung neuer Virusgenome ist die Voraussetzung für die Transkription der
| intermediären Gene, die die Regulatoren und Enzyme für die Transkription der Spätgene synthetisieren (z.B. Herpes-viren). |
Spätgene, die Strukturproteine bilden (z.B. Papova-viren). |
Danach werden die neuen Viren zusammengebaut
und freigesetzt.