Da Viren mangels Synthesestrukturen keine eigene Replikation betreiben können, sind sie obligat auf lebende Zellen, die syntheseaktiv sind, angewiesen.
Dies bedeutet, daß sie in die empfängliche Zelle eindringen, den Synthesemechanismus zur Replikation ausnützen und dann die Zelle wieder verlassen müssen.
Hierbei verwenden die verschiedenen Viren unterschiedliche Strategien, das Grundprinzip bleibt aber immer gleich.
Der Zyklus kann in folgende Phasen eingeteilt werden:
Hierbei wird das genetische Material ins Zytoplasma entlassen, meist noch mit enzymatischen Cofaktoren.
Die Genomgröße, -struktur und -zusammensetzung zeigen bei den Viren eine enorme Vielfalt.
Daher ist die Replikation der einzelnen Viren sehr individuell.
Gemeinsam ist ihnen, daß sie Proteine codieren, die 3 Aufgabenfelder abdecken:
In ein paar Ausnahmefällen (wie z.B. Parvovirus) replizieren zelleigene Enzyme das Virusgenom. Sie werden aber von Virusproteinen unterstützt bzw. stimuliert.
Meistens sind aber Virusproteine für die Replikation verantwortlich, nützen aber, wenn es nötig ist, zelleigene Enzyme.
Das letzte Stadium, die Ausschleusung, wird immer von viralen Proteinen gesteuert.
Ausschleusung: (Release)