Ansteckende Schweinelähme
Durch Picornaviren hervorgerufene Polioenzephalomyelitis, die durch schlaffe Lähmung ohne verändertes Allgemeinbefinden charakterisiert ist.
In den 40er und 50er Jahren seuchenhaft auftretend, ist sie heute durch die Durchseuchung meist eine inapparente Infektion.
Übertragung auf den Menschen möglich bei engem Kontakt. Coxsackieinfektion hat ähnliche Symptome
Epidemiologie
Das Virus wird mit dem Kot bis zu 8 Wochen ausgeschieden.
Aufnahme oral/fäkal aber auch durch Schlachtabfälle und andere unbelebte Vektoren.
Klinik
Inkubationszeit 10 - 20 Tage
Nach 1 - 3 Tagen mit unspezifischen Symptomen (Fieber, Freßunlust, Apathie) zeigen sie paralytische Erscheinungen, Hinterhandschwäche und Ataxie. Das Bewußtsein ist nicht getrübt. Selten kommt es zu zerebralen Symptomen bis hin zu Zungenlähmung.
Myelitische Form: Hinterhandlähmung; in ca. 20% tödlich
ZNS-Form: zerebrale Symptome; in ca. 90% tödlich
Abortive Verlaufsformen (besonders bei Talfan) mit nur kurzzeitigen Lähmungserscheinungen sind heute öfter zu beobachten.
Diagnose
Antikörpernachweis mittels SN
Bekämpfung
Anzeigepflichtige Seuche
Keulen der Tiere eines betroffenen Bestandes; Schlachtkörper kann als bedingt tauglich (also nach Abkochen) verwertet werden.
Desinfektion des Stalles, der Wege und Transportmittel.