Transmissible Gastroenteritis des Schweines                                  

Diese Krankheit wurde 1946 zum erstenmal beschrieben. Seit damals wird sie in den meisten Schweinezucht betreibenden Ländern beobachtet.

TGE tritt am häufigsten in den Wintermonaten von Dezember bis April auf. Jedoch kann TGE bei ständig laufenden Zuchtprogrammen zu jeder Saison auftreten und jeden nachfolgenden Wurf beeinflussen.

Epidemiologie

Erreger: suid corona virus 1

Das TGE Virus wurde im Fäzes von Schweinen noch acht Wochen nach offensichtlicher Genesung gefunden.

Das TGE Virus wurde aus den Lungen von Schweinen noch 3 Monate nach Infektion isoliert.

Klinik

Symptome: Erbrechen und Durchfall, Schweregrad je nach Alter.

Nach der Infektion von älteren Schweinen erscheint TGE zunächst explosiv in Zuchtställen, wobei die Ferkel innerhalb von 1-2 Tagen erkranken.  Erste klinische Symptome beim Ferkel sind Zittern, Erbrechen, Verweigerung der Milch und extremer Durst. Ferkel versuchen Wasser von jeder Quelle zu trinken und wirken schwach. Kurz danach folgt schwere Diarrhoe, die einen sehr fauligen, charakterisitischen Geruch hat. Diese Schweine dehydrieren und sterben innerhalb von 2 bis 5 Tagen.

Bei akuter TGE ist die Mortalitätsrate für Schweine, die jünger als 3 Wochen sind, nahezu 100 %.  Bei älteren ist die Mortalitätsrate geringer, kann aber durch Streß, wie z.B. Kälte, Feuchtigkeit,oder sekundäre bakterielle Infektionen beeinflußt werden.

Bei akuter Infektion laktierender Säue ohne ausreichenden Antikörperschutz zeigen Erbrechen, schwere Diarrhoe, Futterverweigerung und stellen die Laktation ein.

Morbidität bis 100%.

Mortalität bei Ferkeln hoch, ältere Schweine weniger gefährdet.

Ältere heranwachsende, ausgewachsene und trächtige Schweine können infiziert werden und zeigen häufig Appetitlosigkeit oder nur einige wenige klinische Symptome der Erkrankung.

Diagnostik

Diagnose der TGE durch klinische Symptome, Verlauf und postmortem-Untersuchung.

Bei PM findet man oft den Magen voll von geronnener Milch, die trocken und fest sein kann. Die Villi in den unteren zwei Dritteln des Dünndarms wirken kürzer und zusammengeschrumpft.

TGE muß von Cloibacillose unterschieden werden.

Labordiagnose des TGE Virus im Intestinum von Ferkeln, die am Beginn der Diarrhoe getötet wurden, kann durch IF bestimmt werden.  Proben, die 24 Stunden nach Diarrhoe entnommen wurden, können negative Resultate zeigen.

Behandlung

Wenn laktierende Schweine von TGE betroffen sind, wird ihre Milchproduktion beträchtlich reduziert.  Ihre Ferkel werden ebenfalls infiziert und die resultierende Dehydration geht einher mit fehlender Aufnahme von Flüssigkeit durch die reduzierte Milchproduktion des Mutterschweins.

Es wird daher empfohlen, daß der Wurf nach einer Woche entwöhnt wird und mit Wasser und Milchaustauscher gefüttert wird. Die besten Ergebnisse wurden erreicht, wenn die Behandlung 24 Stunden nach dem Auftreten der Diarrhoe angesetzt wurde.

Prophylaxe

Keine Schweine, die möglicherweise Träger sein könnten, auf die Farm bringen, besonders vor oder während der Zuchtsaison.

Alle Schweinezüchter sollten einige Regeln des SPF-Programms (specific-pathogen-free) befolgen.

In Herden, wo akute TGE-Infektion einen Verlust von Schweinen verursacht hat, sollte der folgende Wurf von diesen immunen Schweinen vor akuter TGE geschützt sein.

Wenn eine TGE-Infektion in einem Zuchtstall während der Wurfsaison auftritt, kann man die noch trächtigen Sauen mit zerkleinertem Darm toter Ferkel füttern, um eine Immunstimulation hervorzurufen.

Es sollen keine intestinalen Gewebenmit TGE-Virus von anderen Farmen verwendet werden, da andere infektiöse Agentien eingebracht werden könnten.

Schweine, die mit TGE-Virus drei Wochen oder länger vor dem Werfen infiziert wurden, können ihre Ferkel durch die Antikörper in der Milch schützen.

Schweine werden einige Stunden nach der Entwöhnung anfällig.

Schweine, die in weniger als 2 Wochen werfen, sollten in eigenen, isolierten Ställen werfen.

Lebendvirus-TGE-Impfstoffe sind im Handel erhältlich.