Coronaviren                    

Coronaviren sind artspezifisch und werden nach ihren serologischen und molekularen Eigenschaften in 3 Gruppen eingeteilt (Tabelle).

Beim Menschen erzeugen sie meist nur harmlose Erkältungen, beim Tier jedoch schwerwiegende Erkrankungen.

Über Toroviren hat man noch kein klares Verständnis.

Aufbau

Die umhüllten Virionen haben einen Durchmesser von 80 - 160 nm. Die Hüllmembran ensteht am ER.

Die einzelsträngige pulsstrangorientierte RNA liegt als Nukleocapsid verbunden mit den N-Proteinen in helikaler Form vor.

                         

Das N-Protein interagiert mit dem Oberflächenprotein M.

Das S-Protein ist für die Bindung an den Zielzellen verantwortlich und führte wegen seiner radialen Struktur im ELMI zur Namensgebung CORONA.

Das HE Protein kommt nur bei den OC43 ähnlichen Coronaviren vor und ist ein Hämaglutinin.

Protein Struktur Funktion
M-Protein Membranprotein - Interaktion mit N-P
- Budding ins ER
S-Protein Spike-Glycoprotein

Membranprotein

- Adsorption
- Membranfusion
- Induziert N-Ab
- ADCC
HE-Protein Hämagglutinin

Membranprotein

- Adsorption an Neuraminsäure
- Acetylesterase
- Hämagglutinin
- Hämadsorption
N-Protein - Erzeugt helikale Struktur der RNA
- Interaktion mit M-Protein
RNA-abhängige
RNA-Polymerase
Replikation
Proteinkinase(n) im Virion Replikation
Protease Spaltung der Vorläufer-RNA

Replikation

RNA +ve Orientierung bedeutet, es kann direkt für Translation eingesetzt werden. 5'- CAP Struktur interagiert mit zellulären Ribosomen mit Hilfe des cap-binding Komplexes.

Ein Polyprotein wird translatiert, wobei die zweite Hälfte, die die RNA-abhängige RNA-Polymerase kodiert, nur mit Hilfe eines Leserastersprunges erzeugt werden kann (Abbildung).

Dies Polyprotein wird dann autoproteolytisch gespalten, die Polymerase freigesetzt und unter Anwendung des +ve Stranges als Matrize (template) ein neuer -ve Strang synthestisiert.

Dieser neue -ve Strang dient sowohl als Matrize für die Synthese neuer genomischer +ve Strang-RNA als auch für die Synthese von subgenomischen mRNAs.

Diese mRNAs haben alle dasselbe 3'-Ende. Sie kodieren die strukturellen Proteine.

Auf Grund der Grösse des RNA-Genoms kommt es bei den Coronaviren häufig zu Recombinationen, Mutationen bzw. Deletionen. Bei der FECV-Infektion  führt dies im NS-Gen zur Ausbildung der Pathogenität: