BVDV
BVD-Virus ist ein sehr weit verbreiteter Pesti-/Flavivirus bei Rindern.
Genetische Unterschiede und serologische Kreuzreaktionen legen nahe, daß es 4 verschiedene Typen von BVD-Pestivirus gibt. In Europa und den USA kommen hauptsächlich die Genotypen I und II (und selten ein I/II-Genotyp) vor, die in der 5'UTR eine Punktmutation aufweisen (also keinen antigenen Unterschied darstellen!). Ca 80% der Rinder in der BRD sind seropositiv.
Erreger
Das BVDV ist mit dem Erreger der europ. Schweinepest antigen-verwandt.
In der Zellkultur kann man 2 Biotypen, cytopathische (MD-Form) und nicht-cytopathische, unterscheiden.
Epidemiologie
Infektionsspektrum: Rinder, Schafe (border disease), Schweine, Wildwiederkäuer
Ausscheidung mit Speichel, Nasen- und Augensekret; Kot
Ausscheidung kann bei persistent Infizierten lebenslang dauern (Kot).
Übertragung durch
Klinik
Klinisch betroffen sind hauptsächlich Rinder bis zum Alter von 2 Jahren.
BVD manifestiert sich in Form von Diarrhoe, respiratorischen Erkrankungen,
Abort und Mißbildungen bei Föten.
Persistierend erkrankte Tiere können an Mucosal
Disease eingehen.
Normalerweise führen BVDV-Infektionen nur zu geringen klinischen Symptomen (wobei sich neutralisierende Antikörper bilden), und zur schnellen Erholung der Erkrankten.
Das Hauptproblem bei BVD liegt in den Reproduktionsverlusten.
Immunologie
Adulte Tiere bilden nach einer BVD-Infektion eine auf N-Ab beruhende Immunität, die ca. 1 Jahr bestehen bleibt.
BVDV ist immunsuppressiv. Es kommt bei persistent Infizierten zu einer Reduzierung der B-Zellreaktion, der Plasmazellbildung und damit zur reduzierten Produktion von Antikörpern.
Diagnostik
Antigennachweis: ELISA
Züchtung auf Rinderlungen-, Hoden- oder Nierenkulturen
Antikörpernachweis
Prophylaxe
Dadurch daß es verschiedene Genotypen gibt, die verschieden kreuzreagieren, kann es nach Infektion oder Impfung mit einem Stamm zu einer "Reinfektion" mit einem anderen, nicht nahe verwandten Stamm kommen.
Um BVD zu eliminieren sind folgende Schritte angeraten:
Das Virus ist gegenüber äußeren Einflüssen sehr labil: