Adenovirosen bei Schaf und Ziege     

7 ovine Adenoviren, 1 caprines Adenovirus, diese sind streng wirtsspezifisch, Schaf und Ziege sind jedoch auch infizierbar durch den bovinen Typ 2.

Adenovirusinfektionen beim Schaf

Seit 1970 und in den Folgejahren wurde aus den wichtigen Schafhalteländern, wo gleichzeitig eine hochentwickelte Virusdiagnostik besteht, also Australien, Neuseeland, Irland, Ungarn über ein breites Vorkommen oviner Adenovirusinfekte berichtet. In einigen dieser Länder wurden jeweils dort eigenständige ovine Adenotypen isoliert und typisiert. Bislang insgesamt 6. Sie bleiben auf die Species Schaf beschränkt.

1974 wurde in Ungarn erkannt, daß der Rindertyp 2 auf das Schaf übergehen kann und vice versa (Beläk und Pälfi).

Parallelitäten zur Kälberinfektion durch bovine Adenoviren sind gegeben.

Klinik

Meist klinisch inapparent, Krankheit fast ausschließlich bei Lämmern (Pneumoenteritiden), Viren aber isolierbar von gesunden Lämmern.

Die Schaf-Adenoinfektionen treten in Großbetrieben auf. Klinisch manifest werden sie nach dem Abbau des maternalen Passivschutzes. Klinisch dominiert der respiratorische Infekt über den enteralen. Virusisolierungen gelingen häufiger aus repiratorischen Sekreten als aus Kotproben (bei Probeschlachtungen aus denselben virämisch infizierten Geweben wie beim Kalb).

Auch beim Schaf gibt es häufig klinisch gesunde Virusausscheider.

Diagnose

Virologisch: Nasentupfer, Kottupfer, Harnproben, Organzerreibungen probegeschlachteter Schafe verimpft auf Nie/Hoden/Thyreoidea: cpE cytolytisch

Serologisch: Zweischritt-Verfahren empfehlenswert. Informatorisch gruppenreaktiver Test: ID, KBR. Es kann hierfür ein bov. Typ 1 oder 2-Ag verwendet werden, sofern man über kein ovines Ag. verfügt.

SN kann nachträglich zur Typendiagnose angeschlossen werden, wenn man Schutzimpfungen vornehmen will.

Prophylaxe

Immunprophylaxe nur bei wiederholten Problemen in der Haltung.

Inaktivierte bi- bzw. trivalente Vakzine.

In Ungarn Ovivac (inaktivierte bivalente Vacc.) am Markt gegen die beiden im Land vorkommenden ovinen Adenotypen. Werden in den dortigen Großherden mit Erfolg eingesetzt. Weil ovine Adenoviren dort stark verbreitet sind, besitzen viele Altschafe aktiv gebildete SN-AK, viele Lämmer maternale SN-AK. Schutzimpfungen haben sich entsprechend nur in Form von Doppelimpfungen bewährt. Sind entsprechend teuer. Empfohlen wird