AE, ansteckende Kükenenzphalomyelitis
Hochkontagiöse Enterovirusinfektion mit nervalen Symptomen bei Küken bis 4 Wochen.
Epidemiologie
Inapparent infizierte Legehennen sind das Reservoir, die das Virus über das Ei oder kurz nach dem Schlupf übertragen.
Virusausscheidung mit dem Kot, bei frisch infizierten Legehennen und Küken ca. 5 - 12 Tage p.i.
Infektionsspektrum: Hühner, Puten, Fasane, experimentell auch Enten, Tauben und Perlhühner.
Pathogenese
Ähnlich der EMC des Schweins und der Maus, bzw. Polio beim Menschen.
Zuerst enterale Form, mit Vermehrung im Darmepithel, dann Generalisierung via Virämie und Ansiedelung im ZNS.
Klinik
Inkubationszeit: Bei peroraler Aufnahme 11 - 16 (30) Tage, bei vertikaler Übertragung bis zum 7. Tag nach Schlupf.
Symptome: praktisch nie bei Junghennen und Elterntieren; die Legeleistung kann geringgradig abfallen.
Küken: Apathie, gesträubtes Gefieder, motorische Schwäche,
nach ein paar Tagen Ataxie, Lähmung der Gliedmaßen, die aber in
80% der Fälle wieder zurückgeht, Tremor (Kopf, Hals); wegen
motorischer Schwäche kommen die Küken nicht zum Futter und
verhungern.
Diagnose
Klinisch schwierig, da sehr ähnlich der
Direkter Virusnachweis durch Verimpfen von Gewebeisolat in den Dottersack. Dabei sterben die Embryonen nach 5 - 7 Tagen ab und zeigen typische Zwergwuchs-Mißbildung.
Prophylaxe/Therapie
Prophylaxe nur bei negativen Herden interessant (hoher Verseuchungsgrad!).
Vakzination mit attenuierten Lebendvakzinen oder Totimpfstoffen (i.m.) im Alter von ca. 4 Monaten (schützt für ein halbes Jahr) über