Natural Killer-Zellen                                   Back to Allgemeine Virologie

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Ca. 15 % der peripheren Blut-Lymphozyten sind weder T noch B-Zellen sondern zytotoxische Lymphozyten, die natural killer cells oder NK.

Charakteristisch ist für sie, daß sie tumoröse, virusinfizierte und manchmal auch normale Zellen ohne vorherige Kompromitierung ("sensitization") zerstören können.

Sie enstehen aus den gleichen Vorläufern wie T-Zellen im Knochenmark, werden aber nicht im Thymus weiterentwickelt. Hauptsächlich befinden sie sich in den sekundären Lymphorganen, Blut und Milz, nie in der Lymphe der thorakalen Organe oder im Thymus.

Man kann NK Zellen als primitive CTLs vorstellen, denen der spezifische T-Zellrezeptor (TCR) zur Antigenerkennung fehlt.

Da NK keine T-Cell-Receptors und B-Cell-Receptors besitzen, brauchen sie andere Erkennungsmerkmale, um an Zellen oder Erreger anzudocken.

Sie sind ziemlich bald nach einer Virusinfektion am Ort des Geschehens, da sie durch IFN stimmuliert werden.

Antigenerkennung

CD16 ist ein Rezeptor für den Fc Part der Immunglobuline. Ist ein Erreger mit Ig überzogen kann er mittels ADCC (antibody dependent cellular cytotoxicity) zerstört werden. Dies ruft die Bildung von IFN , CD25 und TNF  hervor. CD16 kann sich spontan vom "seinem" Ab lösen, nachdem er den tödlichen Anschlag auf sein Ziel hinter sich hat.

                                           

Effektormechanismen

NK Zellen killen wie T-Zellen mittels Perforine, Cytokine (TNF , TNF)  und außerdem durch CD95L.

Perforine und Granzyme werden permanent produziert, die Synthese wird aber durch Cytokine (IL-1 und IL-12) gesteigert. Perforin bildet ein Loch in Membranen, durch das Ionen und Wasser eintreten können.

CD95  induziert Apoptosis in Zielzellen, wenn es vom CD95 Rezeptor gebunden wird.

 

Immunfunktion

Ursprünglich als Anti-Tumorzellen beschrieben, haben sie auch bei Implantatsabstoßung und bei virusinfizierten Zellen wie auch bei einigen bakteriellen und Pilzinfektionen ihre Aufgaben.                                  

Kontrolle der NK Zellen

Sie unterliegen primär der Kontrolle durch Cytokine (IL-2, IL-3, IL-12) und IFN.

IL-2 induziert in Kultur die Differenzierung in sogenannte lymphokine-activated killer cells (LAK).

IL-4 stimmuliert die zytotoxische Aktion

IL-3 hält NK in Kultur am Leben.  

IFN beschleunigt die Differenzierung der prä-NK Zellen. Gleichzeitig produzieren die NK's IFN , was die Macrophagen zur Synthese von TNF anregt.

IFN scheint beim Menschen die NK Aktivität ebenfalls zu steigern, und führt zu besseren Therapieerfolgen z.B. bei Kaposi's Sarkom.

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