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Was kostet die Untersuchung?
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Die PCR alleine kostet 35,- Euro
pro Probe. Bei einem positiven PCR Ergebnis kann eine zusätzliche
Sequenzierung zur Artbestimmung der Kryptosporidien für 20,-
Euro durchgeführt werden. Beides zusammen kostet also
55,- Euro. |
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Worauf muss ich beim
Bezahlen aus dem Ausland
achten?
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Die Bankdaten für internationale Überweisungen (IBAN und
BIC) stehen unten auf dem Befund und auf der Rechnung. Der Untersuchungspreis
enthält keine Umsatzsteuer. |
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Auf welchem Weg bekomme
ich das Ergebnis mitgeteilt?
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Der Befund kann auf Wunsch per Post, Fax oder Email zugestellt werden.
Das Ergebnis wird Ihnen unverzüglich zugestellt, sobald die Untersuchung
abgeschlossen ist.
Die Rechnung wird immer per Post geschickt. |
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Wie lange dauert die
Untersuchung?
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Die PCR und auch die Sequenzierung werden einmal pro Woche durchgeführt,
normalerweise
am Anfang der Woche. Postsendungen aus dem Ausland benötigen
meist einige Tage bis
sie am Institut eintreffen. |
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Kann ich auch Sammelproben
untersuchen lassen?
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Ja, es können Einzelproben und Sammelproben untersucht werden.
Sammelproben sind z.B. sinnvoll, wenn wenige Tiere zusammen in einem
Terrarium
gehalten werden. |
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Was muss ich beim Sammeln
der Probe beachten?
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Für die PCR sollte mindestens eine ca. haselnußgroße
Menge an Kot vorliegen. Falls eine zusätzliche allgemeine parasitologische
Untersuchung gewünscht wird, sollte die Menge mindestens doppelt
so groß sein, besser noch größer.
Die Probe sollte nur aus Kot bestehen und möglichst wenig weißen
Harn oder anhaftende Einstreu enthalten (Tiere evtl. während
der Kotsammelperiode auf Küchenrolle
oder Papier halten).
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Wie sollte ich die Probe
verpacken und lagern?
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Am Besten eignen sich saubere, bruchsichere, wasserdichte und wiederverschließbare
Döschen, z.B. Kotsammelröhrchen oder andere kleine Gefäße.
Die Kotproben können für die Untersuchung mittels PCR wenige
Wochen gekühlt gelagert werden (z.B. um mehrere Kotproben von
einem Tier zu sammeln) oder auch einmalig eingefroren werden. Um ein
verlässliches Ergebnis bei einer evtl. zusätzlichen allgemeinen
parasitologischen Untersuchung zu gewährleisten sollte die Probe
jedoch möglichst frisch und nicht eingefroren sein.
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Was sollte das
Begleitschreiben enthalten?
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Als Begleitschreiben kann entweder das auf unserer Homepage zugängliche
Begleitformular
oder ein formloses Anschreiben dienen.
Enthalten sein sollten folgende Angaben: Angaben zum Tier (Tierart,
evtl. Haltung / Fütterung, etc.), Grund der Untersuchung (Routineuntersuchung,
Erkrankung, Neuzugang), Art der Probe (Sammelprobe, Einzelprobe, Kot,
Magenspülprobe, etc.), gewünschte Untersuchung (PCR auf
Kryptosporidien (bitte zusätzlich angeben, ob bei einem positiven
Ergebnis die Sequenzierung ebenfalls gewünscht wird!), evtl.
allgemeine parasitologische Untersuchung (wird zur Veterinärparasitologie
der Universität weitergeleitet)) und Ihre Kontaktdaten.
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Welche Proben können
untersucht werden?
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Es können Kot, Magenspülproben, (ausgewürgte) Futtertiere
oder Gewebeproben untersucht werden. Kotproben sind am Einfachsten
und ohne zusätzlichen Stress für das Tier zu sammeln. |
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Wie groß ist die Sicherheit
eines negativen / positiven
Ergebnisses?
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Wie bei allen anderen Methoden zum Kryptosporidiennachweis kann auch
die PCR keine 100%ige Sicherheit bei einem negativen Ergebnis bieten.
Die Oozysten der Kryptosporidien werden phasenweise in sehr geringen
Mengen ausgeschieden und liegen in dieser Zeit unterhalb der Nachweisgrenze.
Deshalb wird üblicherweise dazu geraten mindestens zwei, besser
drei Kotproben in einem Abstand von z.B. wenigen Wochen zu untersuchen,
um die Sicherheit zu erhöhen.
Leider treten auch wie bei anderen Untersuchungsmethoden bei der PCR
gelegentlich positive Ergebnisse auf, die sich z.B. durch die Sequenzierung
nicht bestätigen lassen.
Verschiedene Gründe können hierfür zugrunde liegen,
ein solches Ergebnis sollte als fraglich angesehen werden.
Daher empfiehlt es sich immer bei einem positiven PCR Ergebnis auch
eine Sequenzierung durchzuführen. Wenn in der Sequenzierung eine
Kryptosporidienart eindeutig identifiziert werden kann, ist dieses
Ergebnis jedoch sicher.
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Wozu ist die zusätzlich
Sequenzierung nötig?
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Die Sequenzierung dient einmal dazu das PCR Ergebnis zu bestätigen,
da auch falsch positive PCR Ergebnisse gelegentlich vorkommen können.
Außerdem dient die Sequenzierung der Identifizierung der vorliegenden
Kryptosporidienart.
Dies ist vor allem bei Schlangen sehr wichtig, da die nachgewiesenen
Kryptosporidien auch von den Futtertieren stammen können und
in diesem Fall für die Schlange keine Bedeutung haben. Aber
auch bei Echsen dient die Sequenzierung dem Ausschluss von unbedeutenden
Organismen, die möglicherweise zu einem falsch positiven PCR
Ergebnis geführt haben.
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Welche Arten von
Kryptosporidien sind für
Reptilien gefährlich?
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Chronische Erkrankungen des Verdauungstraktes wurden bisher bei Schlangen
und Echsen
(vor allem Kornnattern und Leopardgeckos) mit Cryptosporidium serpentis
und Cryptosporidium saurophilum / varanii beschrieben.
Es gibt noch andere Kryptosporidienarten, deren Bedeutung bisher nicht
klar ist.
Die Kryptosporidienarten der Futtertiere, also z.B. Cryptosporidium
parvum, muris oder baileyi,
sind für Reptilien völlig ungefährlich und führen
nicht zu einer Infektion (Darmpassanten). Umgekehrt können sich
Menschen nicht mit den Reptilien-pathogenen Kryptosporidienarten anstecken,
theoretisch jedoch mit denen der Futtertiere.
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Was bedeutet ein positives
Ergebnis für das Tier?
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Wenn Cryptosporidium serpentis oder saurophilum / varanii bei einem
Reptil nachgewiesen wurden, muss dieses Tier zeitlebens als infiziert
gelten, auch wenn es gesund wirkt.
Somit stellt es eine lebenslange Infektionsquelle für andere
Reptilien dar. Wann die Erkrankung (Verdauungsprobleme, Inappetenz,
vollständige Abmagerung) bei einem bisher gesunden Tier ausbricht
ist nicht vorhersagbar.
Das Tier kann monate- oder selbst jahrelang gesund erscheinen. Deshalb
ist es auch nicht zulässig ein Tier nur aufgrund eines Kryptosporidiennachweises
zu euthanasieren. Die Tiere sollten isoliert von Kryptosporidien
negativen Tieren gehalten werden, möglichst in separaten Haushalten,
da die Kryptosporidienoozysten sehr leicht übertragbar sind.
Es gibt auch bereits spezielle Auffangstationen für infizierte
Tiere.
Bezüglich Therapie erkrankter Tiere (zur Linderung der Symptome,
es gibt bisher leider kein wirksames Mittel um die Infektion zu
beseitigen) und Desinfektion (nur wenige spezielle Desinfektionsmittel
sind wirksam gegen die Kryptosporidienoozysten) wenden
Sie sich bitte an einen auf Reptilien spezialisierten Tierarzt.
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