
CT-Tomogramm vom Kopf eines Hundes mit einer neoplastischen Veränderung
Gefrierschnitte und Plastinate für die permanente Dokumentation von Pathologien
Exenteration, makroskopische Evaluation, selektive Histologie, und begrenzte Dokumentationsmöglichkeiten (in Text und Bild) charakterisieren die Standardprozedur der pathologischen Untersuchung. Idealerweise sollten Gewebsvolumina statt kleiner Gewebeschnitte verwendet werden, um pathologische Befunde mit Schnittbildern bildgebender Verfahren zu vergleichen. Informationen, die durch makroskopische Untersuchung von Oberflächen oder durch hochauflösende Mikroskopie erhalten werden sind eher komplementierend und beschreiben nicht wirklich das Erscheinungsbild am Tomogramm.
Die Kommunikation zwischen dem Radiologen und dem Pathologen ist häufig unzureichend, da beide Fachgruppen den Patienten aus einem anderen Blickwinkel betrachten und oft keine konkrete oder nur eine ungenaue Fragestellung vom Kliniker an den Pathologen gelangt, bevor dieser die pathologische Untersuchung durchführt. Da die bildgebende Diagnostik in Bezug auf die histologische Untersuchung nicht spezifisch ist, muss sich der Radiologe auf die Lokalisation und Feststellung der Ausdehnung der Pathologie beschränken. Zwischen Mikroskopie und Makroskopie ermöglicht die Mesoskopie eine Beurteilung von Pathologien, die besser mit dem Befund am Schnittbild übereinstimmt. Es wird daher vorgeschlagen, dass Präparate ausgewählter klinischer Fälle mit Hilfe der Plastination konserviert werden, um ein Archiv von klinisch relevantem Material aufzubauen, das in Zukunft die Befundung von Schnittbildern erleichtern kann.

