[Link 1]Stichproben-erhebung in histologischen Schnitten mittels "systematic uniform random sampling", Punktzählung in Zählrahmen zur erwartungstreuen Bestimmung der Anzahl von Strukturen. Bestimmung der Vaskularisierung ("microvessel density") von Tumoren der Lymphorgane beim Hund. Weitere Informationen siehe Wolfesberger et al., Research in Veterinary Science 85:56-61, 2008.
Das Design quantitativer Studien in der Histologie – Strategien für Sampling und Detektion, Testen von Zuverlässigkeit und Reproduzierbarkeit.
Die Quantifizierung histomorphologischer Veränderungen wird in der Diagnostik und bei der Analyse experimenteller Eingriffe immer häufiger gefordert. Die Bestimmung der Größe bestimmter Zellpopulationen oder von Veränderungen in der Vaskularisierung erlauben z.B. das Typisieren von Tumoren und eine Aussage zu deren Malignität (z.B. Wolfesberger et al., 2008). Zur Bewertung des Einflusses therapeutischer oder experimenteller Eingriffe auf Gewebe und Organe ist in meist ein statistischer Vergleich von „Zustand vor“ und „Zustand nach“ notwendig (e.g., Witter et al., 2010), was ein ausreichend genaues, zuverlässiges und reproduzierbares Erfassen quantitativer Daten aus histologischen Präparaten erfordert. Die Aussagekraft solcher Daten hängt von einer Reihe von Faktoren ab, deren Einfluß in der Regel in einer Pilotstudie getestet werden muß, bevor zur Herstellung und Auswertung der histologischen Präparate des eigentlichen Experiments geschritten werden kann.
Zu den Faktoren, die die Ergebnisse quantitativer Studien in der Histologie beeinflussen können, gehören u.a. (i) die Art und Weise des Samplings der Gewebe und Organe, (ii) die Art und Weise des Nachweises der untersuchten Strukturen, (iii) die Art und Weise des Samplings innerhalb eines histologischen Schnitts für die quantitative Analyse und (iv) die Strategie der eigentlichen quantitativen Analyse.
Der Designprozess einer quantitativen histomorphologischen Studie hat zum Ziel, geeignete Methoden zu finden, mit denen genügend genaue, zuverlässige Ergebnisse mit einem möglichst geringen Arbeits- und finanziellem Aufwand gewonnen werden können, wobei diese Ergebnisse sowohl durch den gleichen, als auch durch andere Beobachter reproduzierbar sein müssen.

